LYRIKYOGA

Gestisch-gymnastische Lyrikrezitation bei Demenz und Depression

Arbeitsmaterial für zusätzliche Betreuungskräfte
 nach §53c SGB XI


Nach über 20 Jahren Selbsterfahrung als Lyrikperformer und Taijiquan-Praktizierender kombiniere ich mein Wissen mit dem, was ich im Betreuungsalltag mit Senioren erlebe, um ein interdisziplinäres, integrales Aktivierungsangebot zu schaffen, das Minimalsport mit Hirnjogging und Gegenwartslyrik verbindet und eine Abwechslung zur normalen Vorlesestunde darstellt, bei der viele einschlafen, weil sie von zu viel Text zu schnell hintereinander geistig überfordert und dabei körperlich unterfordert sind.

LYYO, gesprochen "Lüjo". Integrales Hirnjogging - keine einschläfernde Vorlesestunde mehr: poetische Wörter rituell wiederholt mit gymnastischen Gesten ausdrücken! Die LYYO-Methode der Zeitlupen-Rezitation eignet sich nicht nur für Demente und Depressive sondern jeden Literaturbegeisterten, der tiefer in die Zauberkraft der Sprache eindringen will anstatt ein schwieriges, modernes Gedicht einfach nur "schnell runter zu lesen". In der Runde können nach der Begrüßung zunächst großformatig laminierte Fotos der literarischen Objekte herumgereicht werden, um das visuelle Gedächtnis anzutriggern, den Geist quasi vorzuwärmen. Danach beginnt die rituelle Rezitation der einzelnen Wörter, für die jeweils kleine Gesten erfunden werden, die den Wortinhalt symbolisieren. Nach über 20 Jahren Selbsterfahrung als Lyrikperformer und Taijiquan-Praktizierender kombiniere ich mein Wissen mit dem, was ich im Betreuungsalltag mit Senioren erlebe, um ein interdisziplinäres, integrales Aktivierungsangebot zu schaffen, das Minimalsport mit Hirnjogging und Gegenwartslyrik verbindet und eine Abwechslung zur normalen Vorlesestunde darstellt, bei der viele einschlafen, weil sie von zu viel Text zu schnell hintereinander geistig überfordert und dabei körperlich unterfordert sind. Was z.B. in Sitztanz-Gruppen mit Musik versucht wird, geschieht beim LYrikYOga mit gesprochener Poesie: einzelne Wörter und kurze Gedanken werden beim Rezitieren theatralisch ausgedrückt. Je nach körperlicher Beweglichkeit und geistiger Anwesenheit des Klientels kommt es zu extrem minimalen Gesten oder auch zu regelrecht gymnastisch anmutenden, ausschweifenden Reaktionen. Das Gedächtnis und die geistige Anwesenheit an sich wird durch die poetischen Begriffe angeregt und durch die Kopplung an körperlich-theatralische Stimulationen ganzheitlich aktiviert. Demente und Depressive erfahren dabei ganz frei von irgendeinem Leistungsdruck ihre eigenen kleinen Glücksmomente und helle Gemütszustände, die den Tag nicht nur versüßen, sondern dadurch nebenbei auch therapeutisch wirken.

Jimdo

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